HEIMAT- UND
GESCHICHTSVEREIN
ERLANGEN e.V.
Heimat- und
Geschichtsverein
Erlangen e.V.
Museum im Amtshausschüpfla
Ortsgeschichte Frauenaurach

Frauenaurach im Erlanger Stadtlexikon

Frauenaurach wird urkundlich erstmals 1271 erwähnt. Damals bestand offenbar schon eine Kirche; dagegen ist unsicher, ob tatsächlich eine niederadelige Familie von Aurach hier ihren Sitz hatte, der auf dem Geisberg oder auf dem Hohen Acker vermutet wird. Jedenfalls ist der ab 1002 bezeugte Königshof Uraha nicht in Frauenaurach, sondern in Herzogenaurach zu suchen. Der Ortsname erscheint noch bis 1354 meist in der Grundform Aurach bzw. zur Unterscheidung von den zahlreichen anderen gleichnamigen Siedlungen 1271Ð97 als Niederaurach und erst ab 1328 auch als Frauenaurach. Dies bezieht sich auf das wohl nicht lange vor 1271 gegründete Kloster Frauenaurach, das im 2. Markgrafenkrieg 1553 zerstört wurde. 1586/88 stellte man die Klosterkirche wieder her; südwestlich angrenzend stand 1616Ð1862 ein markgräfliches Schloss. Auf dem im 30-jährigen Krieg völlig verödeten, bis ins 19. Jahrhundert mit Mauer und Graben geschützten Klosterareal entwickelte sich u.a. durch den Zuzug von Exulanten aus Österreich bis zum Ende des 17. Jahrhunderts eine dörfliche Siedlung, die 1778 aus 62 Anwesen bestand. Die Grundherrschaft übte das Klosterverwalteramt Frauenaurach aus, an dessen Stelle 1797 das preußische Kammeramt Erlangen mit Sitz in Frauenaurach trat, das als bayerisches Rentamt 1818 nach Erlangen verlegt wurde. Danach stagnierte der Ort lange Zeit. 1894 erfolgte der Anschluss an die Lokalbahn Erlangen-Herzogenaurach. Nach 1945 stieg die Einwohnerzahl durch den Zuzug von Heimatvertriebenen rasch von 1465 (1946) auf 3055 im Jahre 1970. Für die wachsende Zahl von Katholiken wurde 1968/69 die Kirche St. Albertus Magnus errichtet. Nach Fertigstellung der Autobahn nach Würzburg 1962 entstand das erste Gewerbegebiet, dem 1964Ð66 der Bau des Großkraftwerks Franken folgte (z.T. auf Kriegenbrunner Flur). Zum 1.7.1972 wurde Frauenaurach mit 3387 Einwohnern (einschließlich Schallershof und Neuses) und einer Gemarkung von 5,49 qkm nach Erlangen eingemeindet. Zum historischen Ortskern gehören neben der ehemaligen Klosterkirche und dem benachbarten Museum im Amtshausschüpfla mehrere z.T. vorbildlich restaurierte Fachwerkhäuser des 17./18. Jh. sowie die 1788 erbaute Aurachbrücke. Heute hat Frauenaurach 3280 Einwohner.

aus dem Erlanger Stadtlexikon (Herausgeber: Stadtarchiv Erlangen)

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